Chronik SV Söchtenau – Krottenmühl
Schon Mitte der 50er Jahre herrschte in der Gemeinde Söchtenau ein reger Sportbetrieb, der im wesentlichen aus Fußball spielen bestand.
Durch die räumliche Gliederung des Gemeindegebiets kam es aber, dass sich die sportlichen Aktivitäten zum einen im Bereich Söchtenau und zum anderen in Krottenmühl/Schwabering konzentrierten. Da man die Fußballerei sowohl in Söchtenau als auch in Krottenmühl/Schwabering in geregelte Bahnen lenken und auch am Punktspielbetrieb teilnehmen wollte, wurde unabhängig voneinander jeweils die Gründung eines Sportvereins ins Auge gefasst.
So kam es im Jahr 1956 in Söchtenau zur Gründung des Sportvereins DJK Rotweiß Söchtenau, an der der damalige Pfarrer Fuchsreiter einen erheblichen Anteil hatte. Im gleichen Jahr wurde auch in Krottenmühl von Fußball begeisternden Burschen und Männern der Sportverein Krottenmühl/Schwabering ins Leben gerufen.
In den zwei Vereinen innerhalb der Gemeinde Söchtenau wurde hauptsächlich Fußball gespielt. Am 23. Dezember 1956 standen sich die Mannschaften erstmals zu einem Freundschaftsspiel gegenüber. Dieses Spiel konnten die Krottenmühler mit 4:0 für sich entscheiden. Doch bereits das zweite Freundschaftsspiel am 5. Mai 1957 endete mit 5:1 Toren für die Söchtenauer. Die beiden Mannschaften lieferten sich in den folgenden Jahren immer wieder heiß umkämpfte Lokalderbys, die manchmal sogar zu handgreiflichen Auseinandersetzungen führten.
Der SV Krottenmühl-Schwabering trug seine Spiele auf dem Sportplatz in Grölking aus, der von der Gemeinde Söchtenau von Sebastian Huber gepachtet wurde.
In Söchtenau wurde auf dem Fußballplatz an der Söchtenauer Ache, Bachstadion genannt, gespielt.
Als auch in den umliegenden Nachbargemeinden Sportvereine bzw. Fußballabteilungen gegründet wurden, wanderten manche auswärtige Gastspieler zu ihren Heimatvereinen ab. Dadurch gerieten beide Vereine so in Personalnot, dass der Punktspielbetrieb nur mit Mühe aufrechterhalten werden konnte. In Söchtenau, wo mittlerweile eine zweite Sparte, die Skiabteilung, gegründet worden war, drohte gar die Auflösung der Fußballabteilung.
Als Lösung dieses Problems bot sich ein Zusammenschluss der beiden Sportvereine an. Diese Möglichkeit wurde auch vom damaligen Bürgermeister Alfons Maier sehr stark befürwortet, damit sich die Gemeinde Söchtenau auch sportlich als eine Einheit darstellen konnte.
Zunächst waren die Vorstandschaften und die Mitglieder beider Vereine von dieser Lösung nicht sehr begeistert. Nach längerem „Hin und Her“ einigte man sich aber schließlich doch auf den Zusammenschluss. Die Vorstandschaften beider Vereine trafen sich am 17. Mai 1966 in Grölking und handelten einen „Vereinigungsvertrag“ aus. Danach sollten die Vereinsvermögen zusammengefasst und der Gesamtverein sollte unter dem Namen Sportverein Krottenmühl-Söchtenau durch eine neugewählte Vorstandschaft weitergeführt werden. Die Vereinsfarben sollten schwarz und gelb sein. Am 27. Mai 1966 wurde im Gasthaus Schmidmayer in Schwabering von den Mitgliedern der bisherigen Vereine, nach dem Zusammenschluss zählte der Verein 160 Mitglieder, eine neue gemeinsame Vorstandschaft gewählt. In den folgenen Jahren herrschte im Sportverein Krottenmühl/Söchtenau reger Betrieb, wobei auf die Jugendarbeit besonderes Augenmerk gelegt wurde. Mehrere Jugend- und Schülermannschaften nahmen den Punktspielbetrieb auf.
Im Olympiajahr 1972 führte der Weg des olympischen Feuers auch durch die Gemeinde Söchtenau. Eine Reihe von Sportlern hatte Gelegenheit, die Fackel mit dem Feuer eine kurze Wegstrecke zu tragen und weiterzugeben. Noch heute ziert diese Fackel an einem Ehrenplatz unser Vereinsheim.
In der Jahreshauptversammlung am 27. Januar 1975 beschloss man, den mittlerweile 300 Mitglieder zählenden Verein, ins Vereinsregister eintragen zu lassen.
Durch den Bau der Schulturnhalle erlebte der Verein einen bedeutungsvollen Aufschwung.
Ski- und Damengymnastik konnten in dafür geeigneten Räumen abgehalten werden. Auch konnte eine Tischtennisabteilung gegründet werden. Mehr durch Zufall entstand die Theaterabteilung im Sportverein. Aus der Aufführung eines Einakters in der Weihnachtsfeier der Sportler resultierte der Anstoß, diese alte Tradition in Söchtenau wieder aufleben zu lassen.
Pfingsten 1981 wurde am alten Sportplatz in Söchtenau das 25jährige Vereinsjubiläum gefeiert.
Kurz darauf zeichnete sich bereits die Möglichkeit ab, in Söchtenau eine neue Sportanlage zu errichten. Dank der Bemühungen der Gemeinde konnte ein geeignetes Gelände zur Verfügung gestellt werden und die Gemeinde finanzierte auch das Hauptspielfeld. Das Vereinsheim mit der Vereinsgaststätte errichteten die mittlerweile über 600 Mitglieder des Sportvereins in Eigenleistung. Weit über 10.000 unentgeltliche Arbeitsstunden leisteten die Mitglieder.
Gleichzeitig errichtete die 1987 gegründete Tennisabteilung drei Tennisplätze in Eigenregie neben den Fußballplätzen. So konnte das neue Vereinsgelände am 5. Juni 1988 eingeweiht werden.
Im März 1989 wurde als siebte Abteilung im Sportverein die Stockschützenabteilung gegründet und bereits ein paar Monate später, am 14. Juli 1989 konnten die 53 Mitglieder nach 1250 geleisteten freiwilligen Arbeitsstunden die drei Asphaltbahnen und ihre Stockschützenhütte einweihen.
Auch der Trainingsplatz für Fußballer wurde 1989 erstellt.
Um dem Sportverein den Gemeindenamen zu geben beschlossen die Mitglieder nach einer turbulenten Diskussion in der Jahresmitgliederversammlung 1991 die Umbenennung des Vereins in Sportverein Söchtenau-Krottenmühl e.V.
Doch noch eine weitere einschneidende Satzungsänderung wurde in dieser Versammlung beschlossen. Die einzelnen Abteilungen werden seit 1992 selbständig geführt. Sie wählen eine eigene Vorstandschaft und führen jeweils eigenverantwortlich ihre Kassen. Zudem können die Abteilungen von ihren Mitgliedern Spartenbeiträge erheben und erwirtschaften selbstständig ihre für den Spielbetrieb erforderlichen Jahresetats.